Elektro-Befischung der Amphibiengewässer am Ettersberg

Kleingewässer im Wald oder auf Wiesen und Weiden die keinen natürlichen Zulauf haben sind meist fischfrei. In diesem Zustand stellen sie einen wichtigen Lebensraum für viele Amphibien- und wasserbewohnende Insektenarten dar. Leider werden immer wieder Fische aus Aquarien und Gartenteichen ausgesetzt, die sich je nach Art sehr stark vermehren können und z.B. den Laich, die Larven und Kaulquappen der Amphibien auffressen. Als Konsequenz wird das lokale Aussterben seltener, besonders bedrohter Amphibienarten, wie etwa dem Nördlichen Kammmolch, massiv beschleunigt.

Im Oktober 2020 wurde daher eine erste Maßnahme im ENL-Projekt „Ettersberg“ umgesetzt. Im Rahmen einer Elektrobefischung, durchgeführt durch das Institut für Gewässerökologie & Fischereibiologie aus Jena, wurden insgesamt etwa 2000 Fische aus zwei Kleingewässern auf dem „Großen Ettersberg“ entnommen. Es handelte sich vorwiegend um Kreuzungen zwischen Karauschen und Giebeln sowie goldene Zuchtformen des Giebels, die sogenannten Goldfische.

Unsere Bitte: Setzen Sie keine Fische oder andere Tiere in Gewässern aus!

 

Elektro-Befischung an einem Kleingewässer bei Ettersburg

Foto: Elektro-Befischung an einem Kleingewässer bei Ettersburg.

Viele der gefangenen Fische waren Goldfische, eine Zuchtform des Giebels

Foto: Viele der gefangenen Fische waren Goldfische, eine Zuchtform des Giebels.

 

 

 

Bild zur Meldung: Larve des Nördlichen Kammmolchs (Bildquelle: A. Willenberg)