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ungespritzter Acker
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Pressemitteilung: Kleingewässer auf dem Ettersberg werden von Schlamm befreit

Im Wald auf dem Ettersberg befinden sich zahlreiche dauerhafte Stillgewässer, wie etwa kleine Teiche und wassergefüllte Erdfälle. Diese sind Lebensraum für viele gefährdete Amphibien- und Insektenarten, wie bspw. den Nördlichen Kammmolch oder die Große Moosjungfer. Durch die fortwährende Bildung von Sedimenten (Faulschlamm), vorrangig durch den Laubeintrag der umstehenden Bäume, verlanden die Stillgewässer mit der Zeit. Dieser natürliche Prozess führt zu einer Verkleinerung der freien Wasserflächen sowie des Lebensraumes für im Wasser lebende Tierarten oder Larvenstadien. Daher muss, zum Erhalt des Wasserlebensraums an Ort und Stelle, in den Prozess der Verlandung eingegriffen werden.

Im Rahmen der Umsetzung des Managementplans für das FFH-Gebiet "Großer Ettersberg" hat sich der Landschaftspflegeverband Mittelthüringen e.V. die Pflege der Stillgewässer zur Aufgabe gemacht. Vor diesem Hintergrund erfolgen voraussichtlich in diesem Winterhalbjahr Maßnahmen an fünf Kleingewässern, gelegen zwischen der Jugendherberge und der „Prinzenschneise“ auf dem östlichen "Kleinen Ettersberg". Die Planung und Umsetzung erfolgen in Zusammenarbeit mit der zuständigen Naturschutzbehörde der Stadt Weimar und dem Forstamt Bad Berka.

Mehrere der Gewässer werden mithilfe von Kettenbaggern von Faulschlamm befreit. Der ausgebaggerte Faulschlamm verbleibt einige Tage am Gewässer, u.a. damit wasserbewohnende Tiere ins Gewässer zurückwandern können. Von SpaziergängerInnen kann der Geruch des organischen Faulschlamms wahrgenommen werden, wir bitten um Ihr Verständnis! Anschließend wird das Material auf einem Holzlagerplatz getrocknet, danach abtransportiert und verwertet. Des Weiteren werden kleinräumig die Zu- und Abflüsse einzelner Kleingewässer umgestaltet. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Funktion der Kleingewässer als Lebensraum für seltene und bedrohte Tierarten verbessert bzw. wiederhergestellt sein. Damit dienen die Maßnahmen langfristig dem Erhalt der Artenvielfalt im FFH-Gebiet „Großer Ettersberg“.

Gefördert wird das ENL-Projekt durch den Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und den Freistaat Thüringen.

 

Totholz und Faulschlamm

Abb. 1: Totholz und Faulschlamm haben sich in diesem Kleingewässer auf dem Kleinen Ettersberg stark abgelagert.

 

Kammmolch

Abb. 2: Kammmolch-Männchen tragen zur Paarungszeit eine charakteristische Wassertracht (© A. Willenberg).

 

Kontakt: Landschaftspflegeverband „Mittelthüringen“ e.V. & Natura 2000-Station Mittelthüringen/Hohe Schrecke, Am Stausee 36 E, 99439 Am Ettersberg

Weitere Informationen unter: www.lpv-mittelthueringen.de

Downloadlink Managementplan FFH-Gebiet „Großer Ettersberg“: https://natura2000.thueringen.de/download-bereich/ffh-gebiete-map/ffh-gebiet-nr-45-grosser-ettersberg

 
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Pressemitteilung: Kleingewässer auf dem Ettersberg werden von Schlamm befreit

Im Wald auf dem Ettersberg befinden sich zahlreiche dauerhafte Stillgewässer, wie etwa kleine Teiche und wassergefüllte Erdfälle. Diese sind Lebensraum für viele gefährdete Amphibien- und Insektenarten, wie bspw. den Nördlichen Kammmolch oder die Große Moosjungfer. Durch die fortwährende Bildung von Sedimenten (Faulschlamm), vorrangig durch den Laubeintrag der umstehenden Bäume, verlanden die Stillgewässer mit der Zeit. Dieser natürliche Prozess führt zu einer Verkleinerung der freien Wasserflächen sowie des Lebensraumes für im Wasser lebende Tierarten oder Larvenstadien. Daher muss, zum Erhalt des Wasserlebensraums an Ort und Stelle, in den Prozess der Verlandung eingegriffen werden.

Im Rahmen der Umsetzung des Managementplans für das FFH-Gebiet "Großer Ettersberg" hat sich der Landschaftspflegeverband Mittelthüringen e.V. die Pflege der Stillgewässer zur Aufgabe gemacht. Vor diesem Hintergrund erfolgen voraussichtlich in diesem Winterhalbjahr Maßnahmen an fünf Kleingewässern, gelegen zwischen der Jugendherberge und der „Prinzenschneise“ auf dem östlichen "Kleinen Ettersberg". Die Planung und Umsetzung erfolgen in Zusammenarbeit mit der zuständigen Naturschutzbehörde der Stadt Weimar und dem Forstamt Bad Berka.

Mehrere der Gewässer werden mithilfe von Kettenbaggern von Faulschlamm befreit. Der ausgebaggerte Faulschlamm verbleibt einige Tage am Gewässer, u.a. damit wasserbewohnende Tiere ins Gewässer zurückwandern können. Von SpaziergängerInnen kann der Geruch des organischen Faulschlamms wahrgenommen werden, wir bitten um Ihr Verständnis! Anschließend wird das Material auf einem Holzlagerplatz getrocknet, danach abtransportiert und verwertet. Des Weiteren werden kleinräumig die Zu- und Abflüsse einzelner Kleingewässer umgestaltet. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Funktion der Kleingewässer als Lebensraum für seltene und bedrohte Tierarten verbessert bzw. wiederhergestellt sein. Damit dienen die Maßnahmen langfristig dem Erhalt der Artenvielfalt im FFH-Gebiet „Großer Ettersberg“.

Gefördert wird das ENL-Projekt durch den Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und den Freistaat Thüringen.

 

Totholz und Faulschlamm

Abb. 1: Totholz und Faulschlamm haben sich in diesem Kleingewässer auf dem Kleinen Ettersberg stark abgelagert.

 

Kammmolch

Abb. 2: Kammmolch-Männchen tragen zur Paarungszeit eine charakteristische Wassertracht (© A. Willenberg).

 

Kontakt: Landschaftspflegeverband „Mittelthüringen“ e.V. & Natura 2000-Station Mittelthüringen/Hohe Schrecke, Am Stausee 36 E, 99439 Am Ettersberg

Weitere Informationen unter: www.lpv-mittelthueringen.de

Downloadlink Managementplan FFH-Gebiet „Großer Ettersberg“: https://natura2000.thueringen.de/download-bereich/ffh-gebiete-map/ffh-gebiet-nr-45-grosser-ettersberg