Erfurt feiert den Tag der Streuobstwiese
Anlässlich des europaweiten „Tags der Streuobstwiese“ fand am 25. April 2026 auf dem ApfelGut im Erfurter Steiger das 3. Streuobstwiesenfest statt. Eingeladen hatten die Eigentümer des ApfelGuts, die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Erfurt sowie der Landschaftspflegeverband Mittelthüringen e. V..
Mehr als 400 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, die Vielfalt der Streuobstwiese kennenzulernen. Neben Führungen zu Flora, Fauna und zur historischen Bedeutung des Standorts bot das Fest ein abwechslungsreiches Programm mit kulinarischen Angeboten, Informationsständen und Mitmachaktionen. Ein besonderer Höhepunkt war die Pflanzung der Apfelsorte des Jahres „Kaiser Wilhelm“.
Die Veranstaltung machte sowohl auf die ökologische Bedeutung der Streuobstwiesen als auch auf deren Gefährdung, insbesondere durch den Klimawandel, aufmerksam.
Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas: Über 5.000 Tier- und Pflanzenarten wurden hier bereits nachgewiesen. Gleichzeitig sind sie stark bedroht – viele Flächen sind in den vergangenen Jahrzehnten verloren gegangen.
Umso wichtiger ist ihr Schutz: Streuobstwiesen gelten als gesetzlich geschützte Biotope. Dabei geht ihre Bedeutung weit über den Naturschutz hinaus: Streuobstwiesen prägen das Landschaftsbild, sind Teil des kulturellen Erbes und liefern hochwertige, regionale Lebensmittel. Zudem leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung alter Obstsorten. Eine zusätzliche Herausforderung stellt der Klimawandel dar, der die Pflege und den langfristigen Erhalt weiter erschwert.

