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Maßnahmenumsetzung FFH-Gebiet "Großer Ettersberg" 1 & 2EFRE_Logo

ENL-Projekt Maßnahmenumsetzung des Managementplans für das FFH-Gebiet 45 "Großer Ettersberg"
 

Das FFH-Gebiet „Großer Ettersberg“ (Nr. 45) ist besonders – es befindet sich auf einem eigenständigen Inselberg, der mit 481,6 m die größte Erhebung inmitten des Thüringer Beckens darstellt. Er ist durch eine flache Nordseite und eine steil abfallende Südflanke charakterisiert. Etwa zwei Drittel des Gebietes sind von Wald bedeckt. Im Gegensatz dazu wird der Südhang des Ettersberges durch ein Areal aus Trocken- und Halbtrockenrasen mit z.T. großflächigen Streuobstbeständen geprägt, welches durch Schafbeweidung offengehalten wird. 

 

Sowohl im Wald als auch im Offenland des Ettersberges befinden sich eine Reihe von Kleingewässern, die verschiedenen Amphibien- und Insektenarten, wie bspw. dem Nördlichen Kammmolch (Triturus cristatus) und der Großen Moosjungfer (Leucorrhinia pectoralis), als Lebensraum dienen. Durch die natürliche Sedimentbildung verlanden solche Gewässer über die Zeit und führen gerade in trockenen Jahren nur noch sehr wenig Wasser. Auch als Fortpflanzungsstätten stehen sie dann kaum noch zur Verfügung. Der Erhalt der oben genannten bedrohten Artengruppen wird zusätzlich durch den unerlaubten Besatz mit bspw. Goldfischen erschwert, die sich unkontrolliert vermehren und Molch- und Großlibellenlarven durch Fraß dezimieren.

 

Auf dem durch die ehemalige militärische Nutzung und nun durch Beweidung offengehaltenen Südhang haben sich geschützte Lebensraumtypen etabliert, z.B. naturnahe Kalk-Trockenrasen mit bemerkenswerten Orchideenbeständen. Möchte man diese Kulturlandschaft erhalten, so muss der natürlich ablaufenden Verbuschung entgegengewirkt werden. Auch der Streuobstbestand ist in vielen Bereichen stark überaltert und so brauchen hunderte Apfel- und Kirschbäume für ihren weiteren Erhalt dringend einen Pflegeschnitt.

 

Die großflächigen Streuobstwiesen, einzelne Feuchtbiotope sowie Waldsäume bieten verschiedenen Fledermausarten wie der Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii) oder dem Großen Mausohr (Myotis myotis) ein vielfältiges Nahrungshabitat. Um dieser stark gefährdeten Artengruppe weitere Sommer- und Winterquartiere als dauerhaft nutzbaren Lebensraum, zu bieten, werden ehemalige Militärobjekte umgebaut.

 

Der Ettersberg ist wegen seiner Lage und Naturausstattung ein intensiv genutztes Naherholungsgebiet für BürgerInnen der Stadt Weimar und der umliegenden Gemeinden. Deshalb ist eine verständliche Kommunikation der geplanten Maßnahmen über verschiedene Medien ein wichtiger Bestandteil der projektbegleitenden Öffentlichkeitsarbeit.  

 

 

Kammolchmännchen

verlandete Kleinstgewässer

Halbtrockenrasen

überalterter Streuobstbestand

Kammmolchmännchen mit typischer Wassertracht (Fotoquelle: A. Willenberg)

Verlandetes Kleingewässer im Wald

Halbtrockenrasen mit aufkommenden Gehölzen

Überalterter Streuobstbestand

 

Im Rahmen der FFH-Managementplanung wurden die Erhaltungszustände dieser Lebensräume bewertet, Beeinträchtigungen aufgezeigt und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung vorgeschlagen. Zwei ENL-Projekte setzen diese Maßnahmen in die Tat um:

 

ENL-Projekt 1: „Maßnahmenumsetzung des Managementplanes für das FFH-Gebiet 45 "Großer Ettersberg" (Laufzeit: 01. 06. 2020 – 31.03.2023)

ENL-Projekt 2: „Maßnahmenumsetzung des Managementplans und Sicherung von Fledermausquartieren für das FFH-Gebiet 45 "Großer Ettersberg" (Laufzeit: 01.07.2022-31.10.2024)

 

Projektziele:

  • Wiederherstellung und Sicherung der Funktionsfähigkeit von  Kleingewässern, u.a. durch Gehölzentnahmen und Entschlammungen

  • Regeneration stark gefährdeter Lebensraumtypen im Offenland durch Entbuschung

  • Erhalt der Streuobstbestände, u.a. durch Altbaumschnitt

  • Schaffung von Fledermausquartieren

 

Darüber hinaus findet eine projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit, Umsetzungs- bzw. Erfolgskontrolle und die Organisation der Folgenutzung für die Offenlandlebensräume statt.

 

Für Rückfragen zum Projekt wenden Sie sich gerne an:

Frau Antje Ehrle

Tel. Nr.: 036452/ 187726

E-mail:

 

 
Gefördert wird das Projekt durch:

EFRE_Logo

 

 

 

 

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete

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Das FFH-Gebiet „Großer Ettersberg“ (Nr. 45) ist besonders – es befindet sich auf einem eigenständigen Inselberg, der mit 481,6 m die größte Erhebung inmitten des Thüringer Beckens darstellt. Er ist durch eine flache Nordseite und eine steil abfallende Südflanke charakterisiert. Etwa zwei Drittel des Gebietes sind von Wald bedeckt. Im Gegensatz dazu wird der Südhang des Ettersberges durch ein Areal aus Trocken- und Halbtrockenrasen mit z.T. großflächigen Streuobstbeständen geprägt, welches durch Schafbeweidung offengehalten wird. 

 

Sowohl im Wald als auch im Offenland des Ettersberges befinden sich eine Reihe von Kleingewässern, die verschiedenen Amphibien- und Insektenarten, wie bspw. dem Nördlichen Kammmolch (Triturus cristatus) und der Großen Moosjungfer (Leucorrhinia pectoralis), als Lebensraum dienen. Durch die natürliche Sedimentbildung verlanden solche Gewässer über die Zeit und führen gerade in trockenen Jahren nur noch sehr wenig Wasser. Auch als Fortpflanzungsstätten stehen sie dann kaum noch zur Verfügung. Der Erhalt der oben genannten bedrohten Artengruppen wird zusätzlich durch den unerlaubten Besatz mit bspw. Goldfischen erschwert, die sich unkontrolliert vermehren und Molch- und Großlibellenlarven durch Fraß dezimieren.

 

Auf dem durch die ehemalige militärische Nutzung und nun durch Beweidung offengehaltenen Südhang haben sich geschützte Lebensraumtypen etabliert, z.B. naturnahe Kalk-Trockenrasen mit bemerkenswerten Orchideenbeständen. Möchte man diese Kulturlandschaft erhalten, so muss der natürlich ablaufenden Verbuschung entgegengewirkt werden. Auch der Streuobstbestand ist in vielen Bereichen stark überaltert und so brauchen hunderte Apfel- und Kirschbäume für ihren weiteren Erhalt dringend einen Pflegeschnitt.

 

Die großflächigen Streuobstwiesen, einzelne Feuchtbiotope sowie Waldsäume bieten verschiedenen Fledermausarten wie der Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii) oder dem Großen Mausohr (Myotis myotis) ein vielfältiges Nahrungshabitat. Um dieser stark gefährdeten Artengruppe weitere Sommer- und Winterquartiere als dauerhaft nutzbaren Lebensraum, zu bieten, werden ehemalige Militärobjekte umgebaut.

 

Der Ettersberg ist wegen seiner Lage und Naturausstattung ein intensiv genutztes Naherholungsgebiet für BürgerInnen der Stadt Weimar und der umliegenden Gemeinden. Deshalb ist eine verständliche Kommunikation der geplanten Maßnahmen über verschiedene Medien ein wichtiger Bestandteil der projektbegleitenden Öffentlichkeitsarbeit.  

 

 

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verlandete Kleinstgewässer

Halbtrockenrasen

überalterter Streuobstbestand

Kammmolchmännchen mit typischer Wassertracht (Fotoquelle: A. Willenberg)

Verlandetes Kleingewässer im Wald

Halbtrockenrasen mit aufkommenden Gehölzen

Überalterter Streuobstbestand

 

Im Rahmen der FFH-Managementplanung wurden die Erhaltungszustände dieser Lebensräume bewertet, Beeinträchtigungen aufgezeigt und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung vorgeschlagen. Zwei ENL-Projekte setzen diese Maßnahmen in die Tat um:

 

ENL-Projekt 1: „Maßnahmenumsetzung des Managementplanes für das FFH-Gebiet 45 "Großer Ettersberg" (Laufzeit: 01. 06. 2020 – 31.03.2023)

ENL-Projekt 2: „Maßnahmenumsetzung des Managementplans und Sicherung von Fledermausquartieren für das FFH-Gebiet 45 "Großer Ettersberg" (Laufzeit: 01.07.2022-31.10.2024)

 

Projektziele:

  • Wiederherstellung und Sicherung der Funktionsfähigkeit von  Kleingewässern, u.a. durch Gehölzentnahmen und Entschlammungen

  • Regeneration stark gefährdeter Lebensraumtypen im Offenland durch Entbuschung

  • Erhalt der Streuobstbestände, u.a. durch Altbaumschnitt

  • Schaffung von Fledermausquartieren

 

Darüber hinaus findet eine projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit, Umsetzungs- bzw. Erfolgskontrolle und die Organisation der Folgenutzung für die Offenlandlebensräume statt.

 

Für Rückfragen zum Projekt wenden Sie sich gerne an:

Frau Antje Ehrle

Tel. Nr.: 036452/ 187726

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Gefördert wird das Projekt durch:

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