Luzernefläche
Schafe auf Luzerne
ungespritzter Acker
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Einjährige Verlängerung des Projektes "Schaffung von Blühflächen für den Rebhuhn- und Hamsterschutz sowie zur Vernetzung von Natura 2000-Gebieten“

Laufzeit: 01.01.2022 – 31.10.2022

Projektträger: Landschaftspflegeverband Mittelthüringen e.V.

 

Projektziel: Das Ziel des Projektes ist der Erhalt von 23 Blühflächen unterschiedlicher Größe mit einer Gesamtfläche von 97,5 Hektar, die im NALAP-Projekt „Blühflächen für den Rebhuhn- und Hamsterschutz“ angelegt worden sind. Diese sollen als Schonflächen zur Verbesserung der Habitatbedingungen für die Zielarten Rebhuhn (Cervix cervix) und Feldhamster (Cricetus cricetus) dienen. Darüber hinaus soll mit der Anlage der Flächen ein Beitrag zur Vernetzung von Natura-2000-Gebieten in den Landkreisen Sömmerda, Weimarer Land, Ilm-Kreis und Saalfeld-Rudolstadt geleistet werden. So stehen die überständigen Blühflächen bis zum Herbst 2022 den Feldtieren und Insekten als Nahrungsquelle und Schutz zur Verfügung.

 

Hintergrund: Mittelthüringen ist durch intensive Ackerbewirtschaftung geprägt. Auf den fruchtbaren Böden werden unterschiedliche Feldfrüchte auf großen Ackerschlägen angebaut und größtenteils konventionell bewirtschaftet. Die Landwirtschaftsbetriebe sind gewillt Maßnahmen umzusetzen, die zur Verbesserung der Bedingungen des Lebensraumes der Ackerflur für die dort heimischen Tiere führen können. Der erhebliche Rückgang des Artenspektrums und der Lebensräume in der Agrarflur in den vergangenen Jahren und die damit verbundenen Auswirkungen gezeigt, dass diese Maßnahmen gebraucht und ein dringender Handlungsbedarf besteht.

Rebhuhn und Feldhamster sind Charaktertiere der Feldflur. Rebhuhnküken benötigen in den ersten Lebenswochen tierische Nahrung, wie Insekten und deren Larven für ihre Entwicklung, während Altvögel sich insbesondere von Wildkräutersamen, Getreidekörnern und anderen Pflanzenteilen ernähren. Für Deckung und Schutz vor Fressfeinden, für den Nestbau und bei der Nahrungssuche sind Rebhühner auf extensive Ackerflächen ohne Düngung und Herbizid-/ Insektizideinsatz, also auf Brachen sowie lockere Blühstreifen oder Strukturelemente, wie zum Beispiel Feldraine, angewiesen. Durch den Wegfall eines Großteils dieser Flächen im Laufe der letzten Jahrzehnte und der immer weiter voranschreitenden hochtechnisierten Landwirtschaft, sind Rebhühner selten geworden und die Tierbestände stark zurückgegangen (um 94 % in Europa seit 1980 (Deutsche Wildtierstiftung, https://www.deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/rebhuhn, Stand 03/2021). Feldhamster haben sich wie Rebhühner in den letzten Jahrhunderten eng an die Ackerbewirtschaftung angepasst und sind auf diesen Lebensraum angewiesen. Sie benötigen ebenso wie die Rebhühner kleinparzellige Ackerflächen mit unterschiedlicher extensiver Bewirtschaftung, um Deckung und Nahrung zu finden sowie um ihre Jungen großzuziehen. Auch Feldhamster ernähren sich von Insekten, Feldfrüchten aller Art, Kräutern und Gräsern. Durch die im Vergleich zu früher vorzeitigen Erntetermine, die großflächigen Ackerschläge und die Strukturarmut der Feldflur sind die Bestände des Feldhamsters soweit zurückgegangen, dass er nun stark vor dem Aussterben bedroht ist. Die Isolation der Populationen und der geringe Migrationsradius der Feldhamster verstärken das Aussterben der noch existierenden Vorkommen. Die letzten drei trockenen Jahre haben die Bestände der Feldhamster noch mehr geschwächt. Darüber hinaus werden die dargestellten Klimaeinflüsse in den kommenden Jahren weiter die Bewirtschaftung der Landwirtschaft und zugleich die Lebensräume des Feldhamsters beeinflussen, was den dringenden Handlungsbedarf weiter untermauert.

 

Übersichtskarte zur Lage der angelegten Flächen:

Übersichtskarte

 

Beispielfotos der Flächen:

 

Blühfläche bei Wickerstedt im Herbst

Blühfläche bei Wickerstedt im Sommer

Fläche bei Hengelbach im Herbst

 


 

Förderung:

Hier investieren die Bundesrepublik Deutschland, im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.

 

 

 

 

BMEL

TMUEN

 

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Einjährige Verlängerung des Projektes "Schaffung von Blühflächen für den Rebhuhn- und Hamsterschutz sowie zur Vernetzung von Natura 2000-Gebieten“

Laufzeit: 01.01.2022 – 31.10.2022

Projektträger: Landschaftspflegeverband Mittelthüringen e.V.

 

Projektziel: Das Ziel des Projektes ist der Erhalt von 23 Blühflächen unterschiedlicher Größe mit einer Gesamtfläche von 97,5 Hektar, die im NALAP-Projekt „Blühflächen für den Rebhuhn- und Hamsterschutz“ angelegt worden sind. Diese sollen als Schonflächen zur Verbesserung der Habitatbedingungen für die Zielarten Rebhuhn (Cervix cervix) und Feldhamster (Cricetus cricetus) dienen. Darüber hinaus soll mit der Anlage der Flächen ein Beitrag zur Vernetzung von Natura-2000-Gebieten in den Landkreisen Sömmerda, Weimarer Land, Ilm-Kreis und Saalfeld-Rudolstadt geleistet werden. So stehen die überständigen Blühflächen bis zum Herbst 2022 den Feldtieren und Insekten als Nahrungsquelle und Schutz zur Verfügung.

 

Hintergrund: Mittelthüringen ist durch intensive Ackerbewirtschaftung geprägt. Auf den fruchtbaren Böden werden unterschiedliche Feldfrüchte auf großen Ackerschlägen angebaut und größtenteils konventionell bewirtschaftet. Die Landwirtschaftsbetriebe sind gewillt Maßnahmen umzusetzen, die zur Verbesserung der Bedingungen des Lebensraumes der Ackerflur für die dort heimischen Tiere führen können. Der erhebliche Rückgang des Artenspektrums und der Lebensräume in der Agrarflur in den vergangenen Jahren und die damit verbundenen Auswirkungen gezeigt, dass diese Maßnahmen gebraucht und ein dringender Handlungsbedarf besteht.

Rebhuhn und Feldhamster sind Charaktertiere der Feldflur. Rebhuhnküken benötigen in den ersten Lebenswochen tierische Nahrung, wie Insekten und deren Larven für ihre Entwicklung, während Altvögel sich insbesondere von Wildkräutersamen, Getreidekörnern und anderen Pflanzenteilen ernähren. Für Deckung und Schutz vor Fressfeinden, für den Nestbau und bei der Nahrungssuche sind Rebhühner auf extensive Ackerflächen ohne Düngung und Herbizid-/ Insektizideinsatz, also auf Brachen sowie lockere Blühstreifen oder Strukturelemente, wie zum Beispiel Feldraine, angewiesen. Durch den Wegfall eines Großteils dieser Flächen im Laufe der letzten Jahrzehnte und der immer weiter voranschreitenden hochtechnisierten Landwirtschaft, sind Rebhühner selten geworden und die Tierbestände stark zurückgegangen (um 94 % in Europa seit 1980 (Deutsche Wildtierstiftung, https://www.deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/rebhuhn, Stand 03/2021). Feldhamster haben sich wie Rebhühner in den letzten Jahrhunderten eng an die Ackerbewirtschaftung angepasst und sind auf diesen Lebensraum angewiesen. Sie benötigen ebenso wie die Rebhühner kleinparzellige Ackerflächen mit unterschiedlicher extensiver Bewirtschaftung, um Deckung und Nahrung zu finden sowie um ihre Jungen großzuziehen. Auch Feldhamster ernähren sich von Insekten, Feldfrüchten aller Art, Kräutern und Gräsern. Durch die im Vergleich zu früher vorzeitigen Erntetermine, die großflächigen Ackerschläge und die Strukturarmut der Feldflur sind die Bestände des Feldhamsters soweit zurückgegangen, dass er nun stark vor dem Aussterben bedroht ist. Die Isolation der Populationen und der geringe Migrationsradius der Feldhamster verstärken das Aussterben der noch existierenden Vorkommen. Die letzten drei trockenen Jahre haben die Bestände der Feldhamster noch mehr geschwächt. Darüber hinaus werden die dargestellten Klimaeinflüsse in den kommenden Jahren weiter die Bewirtschaftung der Landwirtschaft und zugleich die Lebensräume des Feldhamsters beeinflussen, was den dringenden Handlungsbedarf weiter untermauert.

 

Übersichtskarte zur Lage der angelegten Flächen:

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Beispielfotos der Flächen:

 

Blühfläche bei Wickerstedt im Herbst

Blühfläche bei Wickerstedt im Sommer

Fläche bei Hengelbach im Herbst

 


 

Förderung:

Hier investieren die Bundesrepublik Deutschland, im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.

 

 

 

 

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