ENL-Projekt Schmale Windelschnecke

ENL-Projekt: Förderung der Schmalen Windelschnecke (Vertigo angustior) im Thüringer Becken
Kurztitel:
Windelschneckenprojekt
Laufzeit
07/2026 - 02/2028
Projektpartner
_
Ansprechpartner:
Maren Leitner
Anlass und Ziel des Projekts
Die Schmale Windelschnecke (Vertigo angustior) ist mit einer Größe von bis zu 2 mm in Thüringen als eine der kleinsten Landlungenschnecken beheimatet. Die FFH-Art ist im Anhang 2 der FFH-Richtlinie geführt und ist in Deutschland als gefährdet und in Thüringen als stark gefährdet eingestuft.
Ein verstärkter Rückgang der Populationen, geschieht besonders durch zu intensive oder zu geringe Nutzung der feuchten Grünflächen, beziehungsweise durch ein ungünstiges Mahdregime. Vorallem geht eine Gefährung durch Überdüngung und der Absenkung des Grundwasserspiegels aus. Weitere Gefahren sind eine Trockenlegung, Überstauung, Bebauung, Nutzungsaufgabe und Beschattung der Habitate. Durch Kartierungen und Aufklärungsarbeit sollen wieder verbesserte Lebensbedingungen für die Art im Gebiet des Thüringen Beckens entstehen.
Projektgebiet
Das Projektgebiet umfasst die Landkreise Sömmerda und Weimarer Land, sowie die Stadt Weimar.
Hier werden insbesondere die bekannten Habitate in folgenden FFH-Gebieten untersucht: 041 „Alperstedter Ried - Haßlebener Ried“, 165 „Schwansee“, 171 „Luisenhall“, 028 „Hohe Schrecke – Finne“ und 058 „Ilmtal zwischen Bad Berka und Weimar mit Buchfahrter Wald“.
Maßnahmen und Umsetzung
Auf Grund der Größe der Art und der damit einhergehenden Gefährdung, liegen die Schwerpunkte des Projektes auf der Defizitanalyse der bekannten Habitate und Populationen, sowie auf der Beratung von aktuellen Akteuren.
Umsetzung von Maßnahmen zu Stärkung der Art
- Reduzierung des Nährstoffeintrags
- Regelmäßige gezielte Pflegemaßnahmen, dabei soll die Streuauflage nicht geschädigt werden, z.B. Wintermahd bei Dauerfrost
- Beweidung, Wasserbüffel
- Schonende, hohe, abschnittsweise Mahd
- Weitere in den Managementplänen festgeschriebene Maßnahmen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Ersuchen von potenziellen Vorkommen, da vermutlich viele Populationen noch unentdeckt sind. Hierbei werden Verdachtsflächen mit passenden Biotoptypen und Lebensraumtypen ausgewählt und beprobt.
Das Projekt wird gefördert durch:





